11.11.2015 Pflegestärkungsgesetz Teil 2 durch Gesundheitsausschuss beschlossen

Nachdem im vergangenen Jahr der erste Teil des neuen Pflegestärkungsgesetzes zur Pflegereform verabschieded wurde, hat nun auch der zweite Teil die vorletzte Hürde bis zur Einführung genommen.

Der Gesetzentwurf soll dann in wenigen Tagen auch vom Bundestag verabschiedet werden.

Die Neuregelungen umfassen einen neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit, mit dem unter anderem auch eine geistige Ursachen einer Pflegebedürftigkeit, wie Demenz stärker berücksichtigt werden. Die Bisherigen Pflegestufen werden hierzu zu 5 Pflegegraden erweitert, um eine differenziertere und individueller Einstufung als bisher zu ermöglichen.

Für die meisten Pflegebedürftigen werden die neuen Pflegegrade auch mehr Leistungen bedeuten, wobei eine zusätzliche, private Absicherung nach wie vor ratsam ist.

Einen Vergleich der Leistungen von den bisherigen Pflegestufen zu den neuen Pflegegraden finden sie hier: Vergleich Pflegestufen - Pflegegrade

2.11.2015 Pflegeimmobilen als sichere und ausfallfreie Anlageform

In unserer Rubrik Aktuell & Wissenswert haben wir als neuen Punkt eine Seite zum Thema Pflegeimmobilien erstellt.

Unter diesem Link gelangen Sie direkt zur Informationsseite.

30.10.2015 Münchener Verein - Deutsche Privat Pflege - neuer Demenz-Baustein

Der Münchener Verein hat neben seinen kurzfristigen Veränderungen der Gesundheitsfragen bereits am 07.10.2015 den Verkauf eines separaten Demenzgeldes gestartet.

Hier die Fakten:

  • Es kann ein Tagessatz von 5 bis 20€ (ab Eintrittsalter 50 bis 10€) versichert werden
  • Keine Beitragsbefreiung
  • Leistungsauslöser ist eine mittelschwere Demenz 
  • Die Feststellung wird entweder über den MDK, oder eine fachärztliche Stellungnahme eines Neurologen oder Psychaters 
  • Grundlage zur Feststellung ist die Einstufung nach der Reisberg Skala, es muss mindestens Grad 5 vorliegen
  • Der Baustein ist auch einzeln versicherbar
  • weltweiter Versicherungsschutz
  • Dynamik bis 60
  • Gesundheitsprüfung: entfällt, es werden Aussschlusskriterien durch den Kunden akzeptiert, welche bei Antragstellung nie vorgelegen haben dürfen:

Die Ausschlüsse im einzelnen.

1. Für die zu versichernde Person besteht keine Pflegebedürftigkeit und keine anerkannte Schwerbehinderung (Grad der Behinderung/GdB oder Minderung der Erwerbsfähigkeit/MdE) von mindestens 50 und es wurde niemals ein Antrag auf Leistungen aus einer privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt.

 2. Ich bestätige, dass für die zu versichernde Person eine deutsche gesetzliche Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung oder private Pflegepflichtversicherung) besteht.

3. Mir ist bekannt, dass kein Leistungsanspruch gegeben ist, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung eine der folgenden     Krankheiten ärztlich diagnostiziert ist bzw. jemals vor Antragstellung diagnostiziert wurde: Amyotrophe Lateralsklerose, Apallisches Syndrom (Wachkoma), Chorea Huntington, Demenz (Alzheimer, vaskuläre Demenz, demenzielle Entwicklung, kindliche Demenz), insulinpflichtiger Diabetes mellitus, Down-Syndrom (Trisomie 21), Hirnarterienaneurysma, HIV-Infektion, Koronarsklerose,Kreutzfeld-Jacob, Leberzirrhose, Multiple Sklerose, Muskeldystrophie, Myasthenia gravis, Niereninsuffizienz, Parkinson-Krankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit, psychische Erkrankungen (ausgenommen ambulant behandelte Depression), Querschnittslähmung, Schlaganfall, vorgeburtliche Erkrankungen bei Kindern (z. B. Rötelembryopathie, Zytomegalie-Virus, Toxoplasmose, medikamenten induzierte Schäden, Alkohol-, Drogenmissbrauchsschäden), Suchterkrankung (Alkohol, Drogen, Medikamente), bösartige Neubildungen (bösartige Tumore) oder Hirntumor, sofern die Erstdiagnose oder die erneute Diagnose (Rezidiv) innerhalb der letzten 3 Jahre vor Antragsstellung erfolgte - wenn ausschließlich Hautkrebs diagnostiziert wurde, ist ein Leistungsanspruch jedoch nicht ausgeschlossen.

Bewertung und Kommentar durch Pflegemakler Björn Rullmann:

"Ein Demenzbaustein wird von unseren Kunden zwar kaum nachgefragt, aber diesen separat anbieten zu können, erweitert zumindest die Möglichkeiten. 

Da die Absicherung der Pflegestufen insgesamt für die wenigsten Interessenten zu 100% möglich ist, weil der Beitrag einfach zu oft die Mittel übersteigt, ist selten noch Platz für ein zusätzliches Demenzgeld.

Auch die vigo und die Deutsche Familien Versicherung DFV hat einen solchen Baustein seit langem im Programm. Wir haben bereits mehr als 5.000 Pflegezusatzversicherungen vermittelt, ein Demenzbaustein wurde nie gewünscht und vermittelt."

29.10.2015 DKV - neuer Pflegetagegeld Tarif PTG

Die DKV startet mit dem Verkauf der Pflegetagegeldversicherung PTG. Hier die Fakten auf einen Blick:

  • Leistung bei stationärer Pflege immer 100% des versicherten Tagessatzes. Auch bei Pflegestufe 0!
  • Leistung bei ambulanter Pflege: 30% in Pflegestufe 0, 40% inPflegestufe I, 70% in  Pflegestufe II und 100% inPflegestufe III
  • 150% Leistung bei Härtefall ( ca. 0,1% aller Pflegebedürftigen)
  • keine Beitragsbefreiung im Pflegefall
  • keine Wartezeit
  • Abschluss und Fortführung auch ohne Pflegepflichtversicherung möglich
  • Dynamik vor - und im Leistungsfall alle 3 Jahre 5 € Tagessatz bis max. 160€ 
  • Erhöhungsoptionen
  • keine Weltgeltung
  • Leistung maximal 6 Monate rückwirkend
  • volle Leistung bei stationärer Pflege, auch wenn diese nicht vom MDK empfohlen wurde
  • geschlossene Gesundheitsfragen ABER: Risikozuschläge für zahlreiche Erkrankungen
  • hoher Beitrag im Vgl. zu gleichartigen Tarifen am Markt
  • gefährliche Hintertür in den Obliegenheiten

Bewertung und Betrachtung im Vergleich zum Gesamtmarkt durch Pflegemakler Björn Rullmann:

DIe Leistungabstufung in den einzelnen Pflegestufen entspricht der Abstufung der Württembergischen Versicherung. Die Verbesserung in Pflegestufe 0 auch bei stationärer Pflege 100% zu leisten, fällt zwar sicher nur selten an, wird diesen Personen jedoch enorm helfen. Die bisherigen Stufe-0-Leistungen bieten oft nur die Mittel, dem Betreuenden sich durch tageweise, professionelle Hilfe eine Verschnaufspause zu verschaffen.

Die unseren Kunden sehr wichtige, um am Markt für gleichen Beitrag auch verfügbare Beitragsfreiheit im Pflegefall ist leider nicht im neuen Pflegetagegeld PTG enthalten.

Dafür wurde der Tarif - sinnvollerweiser - auch für Kunden geöffnet, welche keine Pflegepflichtversicherung haben. Interessant vor allem für EU-Bürger, die bei uns leben aber Ihre Rente/Einkommen aus dem Ausland beziehen. Bei dieser Konstellation sind die Betroffenen oft über das Ursprungsland sozialversichert - also selten in eienr deutschen Pflegepflichtversicherung.

Die Gesundheitsprüfung wurde etwas geändert. Eine der größten Nachteile beim Vorgängertarif KPET und PET war die Frage im Antrag, nach "körperlichen Fehlern und chronischen Leiden". Dass eine solche Frage Tür und Tor für einen Rücktritt im Leistungsfall, auf Basis einer Anzeigepflichtverletzung offen lässt, ist nicht zu übersehen.

Die Gesundheitsfragen im PTG lauten nun:

Frage 1:

Haben Sie ein transplantiertes Organ, künstliche Gelenke, Implantate (außer Zahnimplantate)? Wurde eine Pflegebedürftigkeit, Behinderung oder Erwerbsminderung beantragt oder anerkannt?

Frage 2: Wurden Sie in den letzten 4 Jahren aufgrund von Krankheiten oder Beschwerden behandelt oder beraten? Sind Untersuchungen und Behandlungen aufgrund von Krankheiten oder Beschwerden angeraten oder beabsichtigt?

Frage 3: Größe und Gewicht

Spätestens bei Frage zwei müssen 99% aller Personen ja antworten!

Und dann gehts los!

Wer eine der o.g. Fragen mit Ja beantwortet hat, muss einen weiteren Fragenbogen mit relativ konkreten Diagnosen beantworten. Dieser Katalog umfasst nahezu 60 Einzeldiagnosen.

Bei Vorliegen von Diagnosen wie Bluthochdruck, Hörsturz oder Tinnitus, unterschiedlichen Beinlängen von mehr als 2 Zentimeter ( Anm.d. RED. "bitte selbst nachmessen"), Grüner Star oder BMI ab 30  wird ein Risikozuschlag erhoben.

Es ist doch wiedermal erstaunlich, was diese Aktuare als Risiken für eine höhere Pflegewahrscheinlichkeit herausfiltern ...

Nun zu den Obliegenheiten. Dies sind quasi die Pflichten des Versicherungsnehmers, die er zu erfüllen hat. Bei Nichterfüllung drohen Konsequenzen. Die DKV besteht leider auf die Obliegenheit, dass der Neuabschluss oder die Erhöhung bestehender Pflegezusatzversicherungen nur mit Einwilligung der DKV erfolgen darf. Bei Verletzung dieser Obliegenheit, kann die DKV ohne Einhaltung einer Frist den Vertrag kündigen!

Wenn also ein Kunde eine automatische Erhöhung durch die Dynamik in einer bestehenden Pflegetagegeldversicherung, oder die Leistungsverbesserung in der Pflegekostenversicherung in Anlehnung an die Verbesserung der Pflegepflichtversicherung nicht durch die DKV absegnen lässt, hat die DKV dass Recht den Vertrag zu kündigen. 

Leider ist dieser Paragraph Teil vieler Tarifbedingungen - PTG hat dies übernommen.

Die besseren Tarife verzichten auf solche unverhältnismäßigen Stolperdrähte.

15.10.2015 Tipp zur Pflegeversicherung: Anteiliges Pflegegeld beantragen!

Aus Unwissenheit zu selten beantragt und in Anspruch genommen:

Angehörige eines Pflegebedürftigen welcher vollstationär gepflegt wird, können auch Anspruch auf Pflegegeld haben wenn die vollstationäre Pflege zeitweise ausgesetzt wird.

Wie entsteht so ein Anspruch auf anteiliges Pflegegeld?

Am Besten lässt sich dieses durch ein Beispiel erklären:

Die Oma von Familie Müller wird zur Zeit vollstationär in einem Pflegeheim gepflegt und betreut. In den Ferien oder auch an verlängerten Wochenenden kommt Oma Müller jedoch zu Besuch und verbringt die Zeit bei der Familie.

In dieser Zeit wird die Pflege und Betreuung von Ihrer Familie übernommen, was in der sonstigen zeit aus Gründen der Berufstätigkeit nicht möglich ist.

Für die Zeit der Pflege zu Hause steht Familie Müller nun ein anteiliges Pflegegeld zu.

Anteiliges Pflegegeld bei Inanspruchnahme von Pflegesachleistungen

Ebenso verhält es sich wenn die Pflegesachleistungen für einen professionellen Pflegedienst bei häuslichlichjer Pflege nicht voll ausgeschöpft werden.

Auch in diesem Fall steht den Angehörigen welche vorübergehend die Pflege übernehmen ein anteiliges Pflegegeld zu.

 

Wie kann man ein anteiliges Pflegegeld beantragen?

Der Antrag auf anteiliges Pflegegeld kann recht formlos bei der zuständigen Krankenkasse / Pflegekasse beantragt werden. Vorab empfielt sich jedoch der persönliche Kontakt zu dem zuständigen Kundenberater / Sachbearbeiter, denn so lassen sich schon im Vorfeld nötige Nachweise und Voraussetzungen abklären. Dies erspart auch lästigen wiederholten Schriftverkehr.

1.10.2015 Münchener Verein ändert Gesundheitsfragen

Der Münchener Verein hat die Gesundheitsfragen für alle Interessenten mit sofortiger Wirkung geändert.

Bisher galt der Münchener Verein unter den Spezialmaklern als einer der wenigen Anbieter für gesundheitlich Vorbelastete Interessenten. Diese mussten im Gegenzug eine 3-jährige Wartezeit und einen höheren Beitrag als bei vergleichbaren Anbietern in Kauf nehmen.

Diese Strategie wurde komplett geändert. Nun werden auch psychische Erkrankungen, Arthrose, COPD, Rheuma Herzklappenerkrankungen, Herzinsuffizienz, sowie ein BMI über 40 als KO-Kriterium angesehen.

Ebenso führt nun das Vorliegen einer Erwerbsminderung, sowie einer Schwerbeschädigung (GDB50 und höher) zu einer Ablehnung.

Wer auch diese hinzugekommen Diagnosen verneinen kann, findet beim Münchener Verein dafür nun auch ohne Wartezeit Versicherungsschutz. Da der Beitrag aber weiterhin über denen der Mitbewerbern liegt, wird die Anzahl an Kunden deutlich geringer. Wir haben jedoch die Hoffnung, dass die Versicherung nachbessert und werden natürlich über eventuelle Veränderungen informieren.

WICHTIG:

Wer sein Angebot vor dem 7.10.2015 bekommen hat, erhält die Möglichkeit bis zum 31.10.2015 den Versicherungsschutz zu den alten Gesundheitsfragen abzuschließen. 

Alternativ bleibt die vigo mit einfacheren Gesundheitsfragen und einer individuellen Risikoprüfung als Empfehlung bestehen.

Bei Beratungsbedarf stehen Ihnen unsere Experten jederzeit zur Verfügung. 0800 636800, oder 0561 60 28 39 0

15.9.2015 Pflegebedürftigkeit - Was bedeutet das für mich?

Pflegebedürftigkeit ist ein Thema, welches jeder von uns gerne verdrängt. Spätestens wenn in der eigenen Familie oder im näheren Umfeld jemand pflegebedürftig wird, kommen wir mit dieser Strategie des Ausblendens jedoch nicht weiter. Plötzlich und meist unerwartet erleben wir, welche dramatischen Auswirkungen Pflege auf das eigene Leben haben kann. 

Oft erzählen mir Kunden von solchen Ereignissen. Freunde, mit denen man noch kürzlich wandern war, sind nach einem Schlaganfall plötzlich auf Hilfe angewiesen. Die einfachen und selbstverständlichen Dinge des täglichen Lebens können nur noch durch Helfer bewältigt werden. Oder die kleinen Vergesslichkeiten der eigenen Mama nehmen gefährliche und selbstgefährdende Ausmasse an. Das tägliche Vorbeischauen reicht einfach nicht mehr aus und man sucht nach einer Lösung, welche auch in das eigene Leben passt.

Diese oder ähnliche traurige Geschichten sind für unsere Kunden der häufigste Auslöser, auch über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken. Kaum jemand kann sich in einer solchen Situation vorstellen. Es gehört jedoch unvermeidlich zu den Kapiteln des Lebens. Mit einer gehörigen Distanz und Sachlichkeit, lässt sich auch solch ein Thema durchdenken.

1.5.2015 Stiftung Finanztest - 05.2015 Pflegetagegeldversicherung

Stiftung Finanztest hat mal wieder die Pflegetagegeldversicherung am Markt unter die Lupe genommen und siehe da, diesmal stimmt das Ergebnis auch mit unserer Empfehlung überein.

Für einen externen Betrachter leistet die Stiftung Finanztest gute Arbeit, leider geht man dort trotz unserer Hinweise nicht auf den wichtigsten Punkt bei der Erstellung einer Empfehlung ein: Die Gesundheitsprüfung!

Unsere Kunden sind meist über 55 Jahre alt und haben entsprechende Vorerkrankungen. Dies muss unbedingt bei der Anbieterauswahl berücksichtigt werden. Es hilft dem Diabetiker nichts, wenn er weiß, dass die Hansemerkur den günstigen Beitrag bietet, er wird dort schlichtweg nicht versichert.

Bei einer Beratung über einen unabhängigen Spezialmakler ist der individuelle Gesundheitszustand ebenso massgebend, wie der persönliche Abischerungsbedarf.

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