Pflegereform 2015 - Das Pflegestärkungsgesetz

Die wichtigsten Änderungen und Verbesserungen durch die Pflegereform 2015

Die nachfolgenden Verbesserungen sind das Ergebnis des Pflegestärkungsgesetzes Teil 1, der für 2017 zur Einführung vorgesehen Teil 2 umfasst die neuen Pflegegrade

 

Erhöhung der Leistungsbeträge

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung wurden um ca. 4 Prozent erhöht. Eine konkrete Übersicht finden Sie bei uns an dieser Stelle.

 

Die Leistungen für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

können ab sofort einfacher in Kombination gebracht werden, so sind nun pro Jahr ganze 8 Wochen statt 4 Wochen Kurzeitpflege möglich, die Verhinderungspflege kann unter Anrechnung / Kombination mit der Kurzzeitpflege nun bis zu 6 Wochen in Anspruch genommen werden.

 

Erweiterung der Leistungen für die teilstationäre Pflege, d.h. Tages- und Nachtpflege

Die Nachtpflege kann nun in vollem Umfang in Anspruch genommen werden, die bisherige Anrechnung von darüber hinaus erhaltenen Sach- und Geldleistungen entfällt nun.

Wichtige und sinnvolle Änderung bei Demenz:

Menschen mit Demenz, die bisher keine Pflegestufe innehatten, die sogenannte Pflegestufe 0, können nun auch Sachleistungen der teilstationären Tagespflege bzw. Nachtpflege erhalten!

 

Besserstellung für körperlich beeinträchtigte Pflegebedürftige

Pflegebedürftige mit einer stärkeren körperlichen Beeinträchtigung, z.B. durch Schlaganfall oder Verletzungen erhalten nun zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Diesen Anspruch hatten bisher nur Pflegebedürftige mit einer auf Dauer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (z.B. Demenz).

 Verbesserungen für Pflegebedürftige mit Demenz

  • Anspruch auf Leistungen der Tages- und Nachtpflege
  • Anspruch auf Leistungen der Kurzzeitpflege 
  • Anspruch auf Zuschläge als Mitbewohner ambulant betreuter Wohngruppen

Neue Wohnformen wie z.B. betreute Wohngruppen werden gefördert 

  • Der sogenannte Wohngruppenzuschlag wurde auf 205 Euro erhöht
  • Die Gründung von Wohngruppen wird gefördert (bis zu 2500 Euro je Bewohner oder maximal 10000 Euro gesamt je Wohngruppe mit einer vereinfachten Beantragung)

 

Verbesserungen im Stationären Bereich 

  • Erhöhung der Leistungen 
  • Verbesserungen der Rahmenbedingungen für mehr Pflegepersonal 

 Pflegende Angehörige werden besser unterstützt

  • Erhöhung von Leistungen für pflegegerechte Umbaumaßnahmen
    • Beispiel Tür - Verbreiterungen für Rollator, Rollstuhl oder Pflegebett: Hier wurde der Zuschuss konkret auf bis zu 4000 Euro je Umbau / Maßnahme erhöht. Bisher standen nur 2557 Euro hierfür zu Verfügung
  • Leistungen in den Bereichen Tages- und Nachtpflege, sowie Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege werden erhöht
  • Erhöhung der Leistungen für Pflegehilfsmittel, insbesondere von Verbrauchsmaterial wie Einweghandschuhe
  • Die Leistungen können nun besser und einfacher kombiniert werden 

Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote werden stärker unterstützt und neu geschaffen 

Für Begleiter im Haushalt oder Alltag, oder auch für Ehrenamtliche Helfer stehen Pflegebedürftigen nun pro Monat 104 Euro, bzw. 208 Euro bei Demenz zu Verfügung.

 

 

Welche Leistungen in welcher Höhe können Sie aktuell von der gesetzlichen Pflegeversicherung erwarten?

Hier geht es zu unserer Übersicht über die aktuellen Leistungen

Neue Reform der Pflegeversicherung auf den Weg gebracht - die Pflegegrade ab 2017Die Pflegegrade - das Pflegestärkungsgesetz Teil 2

Zu der Einführung der Pfleggrade und Ablösung der bisherigen Pflegestufen haben wir hier eine separate Seite eingerichtet:

Die Pflegegrade

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