Beitrag private Pflegeversicherung

Die Kosten für eine private Pflegeversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Diese sind:

  1. Art der Absicherung
  2. Höhe der Leistung
  3. Alter bei Abschluss

 

Art der Absicherung

Es gibt verschiedene Pflegezusatzversicherungen. Die gängigste und auch die günstigste ist die Pflegetagegeldversicherung. Bei dieser Pflegezusatzversicherung können Sie selbst wählen, in welchen Pflegestufen Sie eine Leistung wünschen, oder ob Sie nur eine Leistung bei einer Pflege im Pflegeheim wünschen. Dann kommen wir auch schon zu Punkt 2.

 

Höhe der Leistung

Wie hoch soll die Absicherung im Pflegefall sein? Dahintern steckt eigentlich die Frage, was ist Ihr Absicherungsziel? Wollen Sie die gesamten Kosten durch eine Zusatzversicherung abdecke, oder reicht eine Ergänzung aus, weil ein Teil aus Ihren laufenden Einnahmen eingebracht werden soll? Diese Fragen sind vor allem bei der Bedarfsermittlung wichtig.

Grundsätzlich gilt bei der Beitragsgestaltung das gleiche Prinzip wie im Supermarkt: Je mehr Sie einkaufen, desto teurer wird es. Und zwar in den allermeisten Fällen linear. Also doppelte Leistung = doppelter Beitrag.

 

Alter bei Abschluss

Die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden nimmt mit steigendem Alter deutlich zu. Eine 85jährige Dame ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 40% pflegebedürftig.  Bei einem 40jährigen sind es unter 2%. So könnte die Versicherung natürlich den Beitrag an diese Wahrscheinlichkeiten anpassen. Das würde bedeuten, dass der 40jährige nur 2€ für eine Absicherung bezahlt, und dann mit 85 Jahren 600€ monatlich. Es ist offensichtlich, dass das nicht funktioniert.

Also kalkulieren diIe Versicherungen einen durchschnittlichen Beitrag auf die gesamte Lebenserwartung. Der 40jährige zahlt dann eben ca.30€ und das auch noch mit 85 Jahren.

Je später man nun in diese Versicherung einsteigt, desto weniger Jahre mit geringem Risiko verbleiben. Also steigt der Durchschnittsbeitrag immerweiter an. Steigt der 40jährige mit 50 Jahren ein, zahlt er auf Dauer um schon 60€, und mit 65 Jahren schon 120€.

Aus der Praxis kann ich berichten, dass die Höhe der Absicherung sinkt, je später man einsteigt. Im Durchschnitt sind meine Kunden 60 Jahre alt. Kleine Anekdote: oft spreche ich mit 60jährigen Kunden, die glauben sie seien zu alt für eine solche Absicherung und ebenso mit 70jährigen, die fest der Überzeugung sind, sie seien noch zu jung für eine solche Absicherung...

Ein 40jähriger kann sich mit rund 30-40€ eine Komplettabsicherung einkaufen. Ein 60jähriger schafft damit nur eine Ergänzung. Leider sind nur wenige Menschen schon mit 40 Jahren bereit, sich über eine Absicherung für den Pflegefall zu informieren.

Für diese Seite wurde noch kein Inhalt erfasst.